Gleichstellung - Gleichberechtigung - Geschlechtergerechtigkeit

Gendermainstream und Quote?


Sendung am 17.05.2012

Das 20. Jahrhundert gilt als das große Zeitalter der Frauenemanzipation. Nachdem sich das weibliche Geschlecht 1919 das Wahlrecht in Deutschland erkämpft hatte, wurde 40 Jahre später die Gleichberechtigung im Grundgesetz festgeschrieben. In der Schule haben die Frauen die besseren Noten, auf der Uni die besseren Abschlüsse und im Kanzleramt regiert eine Frau. Zwei Bundesministerinnen der CDU streiten um die Frauenquote zur Herstellung von Chancengleichheit. Arbeitsministerin Ursula von der Leyen will die Quote, und Familienministerin Kristina Schröder setzt auf Freiwilligkeit.

Für die Interessen der Frauen setzen sich auf allen Ebenen dafür Beauftragte ein. Männer galten bisher als privilegiertes Geschlecht. Aber seit 2008 engagieren sich auch Männer für Gleichberechtigung im Bundesforum Männer. Auf deren Webseite liest man: "Es ist an der Zeit, dass Männer sich zusammentun, um ihre Anliegen öffentlich zu formulieren und dafür gezielt einzutreten." Ist die Bevorzugung eines Geschlechtes noch ein geeignetes Mittel zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit?
     


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